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Bücher zum Thema Suizid
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07. Juni 2007

V. Faust: Psychische Störungen heute. Erkennen-Verstehen-Behandeln. Ecomed Verlag 2007, Loseblattwerk in drei Ordnern mit Aktualisierungsservice. ISBN 978 3 609 10030 2. 109,- Euro

Hier findet man fast alles zum Thema. Übersichtlich, nach Kapitel und Schlagwörtern organisiert, bietet dieses Werk fast zwei Dutzend Kapitel über psychische Störungen, wie sie sich heute darstellen, diagnostiziert und behandelt werden – von der Alzheimer-Demenz bis zur Zwangsstörung, von der Differenzialdiagnose, über die Prävention bis zur Therapie. Auch Psychopharmaka und andere psychotrope Arzneimittel werden detailliert beschrieben, von der Botanik, über Inhaltsstoffe, Heilanzeigen, Wechsel- und Nebenwirkungen bis zu Gegenanzeigen, Dosierung und Anwendungsmöglichkeiten. Das Wissen wird dabei von erfahrenen Psychiatern für Nichtpsychiater allgemein verständlich dargestellt. Zwei- bis viermal jährlich bekommt der Käufer Ergänzungslieferungen zur Aktualisierung zugeschickt. Damit ist man immer auf dem neuesten Stand. Ein fundiertes Basiswerk – nicht nur für Hausärzte.

W. Dorrmann: Suizid. Therapeutische Intervention bei Selbsttötungsabsichten.  Klett-Cotta, Stuttgart 2006, 171 Seiten, ISBN 978 3 608 89027 3. 18,- Euro.

In vielen Fällen lässt sich eine stationäre Einweisung von suizidgefährdeten Patienten verhindern - sofern der Therapeut in der Lage ist, die tatsächliche Gefahr richtig einzuschätzen und ihr wirksam entgegenzusteuern. Für diese Risikosituation gibt das Buch, handlich zusammengefasst, Interventionsbeispiele und vermittelt Techniken für ein therapeutisch günstiges Vorgehen. Aus dem Inhalt: Voraussetzung bei Therapeuten für die Arbeit mit Suizidalen, Diagnostik, Strategien und Techniken im Umgang mit Selbsttötungsabsichten, übliche Fehler und riskante Interventionen, wenn der Patient sich gegen ein Weiterleben entschieden hat, Fragebögen, Literaturhinweise, wichtige Kontakte und Adressen im Internet.

Übersichtlich, informativ und mit vielen Beispielen aus der Praxis.

Th. Giernalczyk: Lebensmüde. Hilfe bei Suizidgefährdung.dgvt-Verlag 2003, 232 Seiten, ISBN 978 3 87159 042 9, 12,80 Euro

Krisenratgeber für Betroffene, Angehörige und berufliche Helfer. Der handliche Ratgeber bietet dabei sehr umfassende und breit gestreute Informationen für alle, die „nicht vom Fach" sind. Er geht allgemein verständlich auf den Suizid als solchen ein, d.h. wie entwickelt sich eine Selbstmordabsicht? Ist „Freitod" wirklich eine freie Entscheidung? Was sind typische Suizidsignale oder was sind narzistische Krisen? Er beschreibt sowohl therapeutische Interventionsmöglichkeiten als auch die Gefahren im therapeutischen Umgang mit Suizidalität, der Autor geht auf das Thema „Überweisung" ein, d.h., was geschieht bei der Klinikeinweisung, was bei einer Zwangseinweisung? Wie sieht die weitere Behandlung aus? Er beschreibt die Situation der betroffenen Familien und Angehörigen und hinterfragt die Entwicklung der Suizidalität vor dem Hintergrund des modernen Lebens. Im Anhang findet der Leser wichtige Adressen und Hilfseinrichtungen.

Th. Bronisch: Der Suizid. Ursachen, Warnsignale, Prävention. C.H. Beck2002, 134 Seiten. ISBN 3 406 39006 4, 7,90 Euro.

Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie geht dabei fast prosaisch auf das Thema ein. So findet der Leser sowohl Fakten zum Suizid, zur Epidemiologie und Entwicklung, Klinik, zur Prävention und Therpie, als auch Ausführungen über verschiedene Entstehungstheorien oder philosophische Abhandlungen zum Thema von der Antike bis in die Gegenwart, und einen Diskurs über den Freitod, einem Essay aus stark biografisch geprägter Sicht von einem Menschen, der zwei Jahre später selbst Hand an sich legte. Das Werk schließt mit einer Zusammenfassung, in der stichpunktartig nocheinmal die wichtigsten Themen aufgegriffen werden.


Weitere Literatur

Professor Dr. Linus Geisler: Arzt und Patient – Begegnung im Gespräch. Pharma Verlag Frankfurt 1992. Internet-Version der 3. überarbeiteten Auflage. www.linus-geisler.de/ap/ap27_suizidal.html

Hausärzte tragen viel zur Suizidprophylaxe bei. Ärzte Woche, 19. Jahrgang Nr. 47, 2005

Suizidprophylaxe - Theorie und Praxis. Mitteilungen der Deutschen (DGS) und Österreichischen (ÖGS) Gesellschaft für Suizidprävention. S. Roderer Verlag Regensburg 2005, Jg 32, Heft 3/4

G. Fiedler et al.: Psychoanalytische Psychotherapie bei akuter Suizidalität – ein Überblick. Hamburger Ärzteblatt (53), Seiten 537-542

G. Fiedler: Suizide, Suizidversuche und Suizidalität in Deutschland. Therapiezentrum für Suizidgefährdete (TZS) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Version 6.0, April 2007

DGS: Wenn alt werden zur Last wird. Suizidprävention im Alter.  Informationsbroschüre mit Kontaktadressen und Ansprechpartnern zur Krisenintervention. Bestelladresse: Publikationsversand der Bundesregierung, Postfach 48 10 09, 18132 Rostock, Telefon: 01888 80 80 8000, E-Mail: publikationen@bundesregierung.de, Internet: www.bmfsfj.de (Download unter „Publikationen" Internet: www.bmfsfj.de (Download unter „Publikationen“ unter dem Titel als Stichpunkt)

E. Aebischer-Crettol: Suizid – was hilft, was schadet Angehörigen? Download unter www.notfallseelsorge.de/suizid.htm

R. Freytag: Die Leitlinien der DGS für Krisenintervention und Suizidprävention. www.suizidprophylaxe.de/Leitlinien.htm

P. Götze: Einschätzung des Suizidrisikos beim depressiven Patienten. Aus: Angst-Depression-Schmerz und ihre Behandlung in der ärztlichen Praxis. Forum Galenus Mannheim, 2. Psychiatrisches Gespräch am Gasteig (1988). Herausgeber: H. Hippus, M. Ortner und E. Rüther.

R. Lindner et al. : Diagnostik der Suizidalität. Deutsches Ärzteblatt 4/2003. Sonderdruck aus Heft 15.

G. Flatten et al: Der hilflose Helfer. Notfall & Rettungsmedizin 2003, 6: 265-270.

M. Heinrichs, U Ehlert: Hilfe für die Helfer. Psychoscope 2003; 7: 7-11.

Ch. Kröger: Ein Konzept zur psychosozialen Notfallversorgung – ein Diskussionsbeitrag.  Psychotherapeutenjournal 2006, 2: 108-115.



Suizidgefährdete Patienten
Interview mit Prof. Dr. med. Paul Götze
Interview mit Dr. David Althaus
Der „Freitod“ ist kein Freitod, weil er nicht auf einer freien Entscheidung basier
Fortbildung zur Suizidprävention in der Arztpraxis
Bücher zum Thema Suizid
Adressen
Dr. rer. nat. Susanne Schwarzer


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