Fortbildungsangebote mit Hilfe elektronischer Medien sind verlockend. Fahrzeiten und Übernachtungskosten entfallen, und deshalb greifen die meisten Ärzte für ihre Fortbildung teilweise auf CD-ROMs und das Internet zurück.
Viele Angebote sind zudem kostenlos. Es entfällt allerdings auch die Diskussion mit Kollegen. Deshalb ist vorgesehen, dass höchstens 40 Prozent der Fortbildungspunkte online erworben werden können.
Was die Qualität der Angebote angeht, so gelten zunächst die gleichen Kriterien wie für Präsenzangebote. Bei elektronischen Medien gibt es aber zusätzliche Punkte, auf die man achten sollte:
Technisches: Ist das Angebot unabhängig vom verwendeten Betriebssystem? Gibt es störende Werbebanner oder Pop-ups?
Datenschutz: Gibt es eine Datenschutzinformation? Werden bei der Registrierung Daten erhoben, die über den Verwendungszweck hinausgehen? Besteht die Möglichkeit, dem zu widersprechen? Werden Daten zu Werbezwecken genutzt oder an Dritte weitergegeben?
Juristisches: Gibt es ein Impressum? Ist das Fortbildungsangebot klar abgegrenzt gegenüber evtl. vorhandenen anderen Inhalten auf der CD-ROM oder der Website?
Aktualität: Ist das Erscheinungsdatum ersichtlich? Werden aktuelle Diskussionen, etwa auf Fachkongressen, widergespiegelt?
Lernqualität: Werden mindestens 45 Minuten zur Bearbeitung benötigt? Ist die Kontrolle des Lernerfolgs getrennt vom vermittelten Inhalt oder genügt ein Mausklick, um die Antwort nachzusehen? Müssen in Multiple-Choice-Tests lediglich einfache Sachverhalte angekreuzt werden oder gibt es sinnvolle Transfer-Anforderungen?