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Frankfurt am Main
15. Juni 2010
Forschungskonsortium LIVIMODE entwickelt neue Bild gebende Verfahren zur Erforschung der molekularen Pathogenese / EU stellt Fördermittel in Höhe von 5 Mio. Euro bereit

Für die Entwicklung neuer Diagnosemöglichkeiten und Therapien ist die Kenntnis der molekularen Abläufe in der lebenden Zelle entscheidend, die sich beim Entstehen und Fortschreiten von Erkrankungen wie Krebs, rheumatoider Arthritis und Osteoarthrose abspielen. LIVIMODE (Light-based Functional In Vivo Monitoring of Disease-related Enzymes) nahm als neues europäisches Forschungskonsortium jetzt seine Arbeit auf. Ihm gehören sowohl Wissenschaftler mehrerer Universitäten und Forschungseinrichtungen an als auch sanofi-aventis, ein führendes, international tätiges Gesundheitsunternehmen.

LIVIMODE wird leistungsstarke neuartige Bildgebungsverfahren entwickeln, die der direkten bildlichen Sichtbarmachung und Erforschung krankheitsrelevanter molekularer Abläufe in lebenden Zellen sowie der diagnostischen Bildgebung dienen sollen. Der Forschungs­schwerpunkt des Konsortiums wird auf hoch empfindlichen optischen Bildgebungsverfahren liegen, welche die direkte Sichtbarmachung bestimmter molekularer Vorgänge in der leben­den Zelle ermöglichen, wie z. B. krankheitsrelevante Enzymaktivitäten. Mit solchen Verfahren würde eine frühere Diagnose und bessere Therapie vieler Erkrankungen möglich.

Darüber hinaus sollen die zu entwickelnden Verfahren helfen, neue Targets (Angriffspunkte im Körper) für die Arzneimittelentwicklung, wie z. B. bestimmte Enzyme oder Rezeptoren auf der Zellober­fläche, zu identifizieren. Wenn diese Targets eindeutig erkannt sind, kann ihre Rolle in Krankheitsentstehung und -verlauf näher untersucht und nach Molekülen geforscht werden, die auf sie einwirken und damit zur Linderung oder auch Heilung der Erkrankung beitragen. „In diesem Zusammenhang wird LIVIMODE helfen, wichtige Brücken zwischen der Arzneimittelentwicklung im Reagenzglas und der Erforschung in lebenden Zellen und Organismen zu schlagen. Wir freuen uns sehr, uns als aktives Mitglied in dieses innovative europäische Forschungskonsortium einzubringen“, so Daniel Schirlin, Vice President, Head of Lead Generation to Candidate Realization bei sanofi-aventis.

Im LIVIMODE-Forschungskonsortium arbeiten zehn Forscherteams aus sieben Ländern zusammen. Die Projektkoordination untersteht Prof. Dr. Boris Turk vom Jožef Stefan Institut (Slowenien); die weiteren Teams bestehen aus Forschern der Universität Zürich (Schweiz), der Universitat Autónoma Barcelona (Spanien), dem Imperial College London (England), der Freien Universität Berlin (Deutschland), dem Commissariat à l’Énergie Atomique (Frankreich), dem Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie Heidelberg (Deutschland) und dem Centro de Investigación Príncipe Felipe (Spanien). Wissenschaftler des international tätigen, führenden Gesundheitsunternehmens sanofi-aventis aus Deutschland und Frankreich sind ebenfalls im LIVIMODE-Konsortium aktiv. Die Europäische Union wird LIVIMODE in ihrem 7. Rahmenprogramm „Health 2009“ mit insgesamt 5 Mio. Euro an Fördermitteln unterstützen, die über drei Jahre bereitgestellt werden.


Die Mitglieder des Konsortiums

Das Jožef Stefan Institut, führendes wissenschaftliches Forschungsinstitut Sloweniens, ist in einem breiten Spektrum der Grundlagen- und angewandten Forschung in den Bereichen Naturwissenschaften, Biowissenschaften und Technik tätig. Der Auftrag des Jožef Stefan Instituts liegt in der Sammlung und Verbreitung von Wissen in den Grenzbereichen der Naturwissenschaften und Technik, zum Wohle der gesamten Gesellschaft, durch Lehren, Lernen, Forschung und Entwicklung von Spitzentechnologien auf höchstem internationalem Niveau. Weitere Informationen unter: http://www.ijs.si.

Die Universität Zürich zählt als Mitglied der Liga Europäischer Forschungsuniversitäten (LERU) zu den Spitzenuniversitäten Europas. Ihr internationales Renommee geht auf bahnbrechende Forschungsarbeiten vor allem in den Gebieten der Molekularbiologie, Hirnforschung und Anthropologie sowie die Arbeiten des Universitätsspitals und des Tierspitals zurück. 2.000 Dozenten bieten in 140 Fachinstituten das vielfältigste Angebot an Themen und Vorlesungen, das in den höheren Bildungseinrichtungen der Schweiz zu finden ist. Mit 24.000 Studenten und 1.900 Absolventen pro Jahr ist die Universität Zürich die größte Schweizer Universität. Weitere Informationen unter: www.uzh.ch/index_en.html.

Die Universitat Autónoma Barcelona (UAB) ist eine der höchstbewerteten Universitäten Spaniens hinsichtlich des Forschungs- und Lehrniveaus. Das Institut für Biotechnologie und Biomedizin IBB (wo auch das Forschungsteam der UAB mit Schwerpunkt Struktur- und Molekularbiologie beheimatet ist) zählt zu ihren renommiertesten Instituten. Erst jüngst wurde die UAB unter den spanischen Universitäten mit dem Preis der Campus of Excellence International-Initiative, einem speziellen Förderprogramm auf europäischer Ebene mit Schwerpunkt Bio- und Nanotechnologien, ausgezeichnet. 40.000 Studenten, darunter rund 7.000 in Master- oder Promotionsstudiengängen, ein Technologiepark, fünf große angegliederte Kliniken und das vor kurzem fertiggestellte Synchrotron der dritten Generation unterstreichen als synergetische Elemente den ganzheitlichen Ansatz der UAB (siehe auch unter www.uab.es).

Das Imperial College London, das seit Jahren in Folge unter die besten Universitäten der Welt gewählt wird, verfügt als wissenschaftsorientiertes Institut mit einem Ruf für Exzellenz im Lehr- und Forschungsbereich über 14.000 Studenten und 6.000 Mitarbeiter auf international höchstem Niveau. Die innovativen Forschungsarbeiten des Colleges sind an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Medizin, Technik und Wirtschaft angesiedelt und liefern Praxislösungen, die zu einer höheren Lebens- und Umweltqualität führen – und in denen sich stets die dynamische Unternehmenskultur des „Imperial“ widerspiegelt. Seit der Gründung im Jahr 1907 zählen zu den Errungenschaften des Imperial College London so wichtige Leistungen wie die Entdeckung des Penicillins, die Entwicklung der Holographie und die Begründung der Faseroptik, die der gesamten Menschheit zugutekommen. Der Leitspruch, die Forschung zum Nutzen aller anzuwenden, hat unverändert Bestand. Die aktuellen Schwerpunkte liegen in der fachgebietsübergreifenden Zusammenarbeit zur Förderung der Gesundheit in Großbritannien und der gesamten Welt, der Bekämpfung des Klimawandels und der Entwicklung sauberer und nachhaltiger Energiequellen. Weitere Informationen unter: www.imperial.ac.uk.

Sanofi-aventis ist ein führendes, globales Pharmaunternehmen, das therapeutische Lösungen erforscht, entwickelt und vertreibt, um das Leben der Menschen zu verbessern. Sanofi-aventis ist an den Börsen in Paris (EURONEXT: SAN) und New York (NYSE: SNY) gelistet. Weitere Informationen: www.sanofi-aventis.de

Die Freie Universität Berlin (FUB) wurde 1948 gegründet. Sie ist eine der drei größten Universitäten Deutschlands und zählt darüber hinaus zu den Spitzenuniversitäten dieser Welt. 2007 wurde sie von der Deutschen Forschungsgesellschaft unter die forschungsstärksten Hochschulen Deutschlands nominiert. Die FUB zählt rund 35.000 Studenten, davon 60 % Frauen und 9 % ausländische Studenten. Das Institut für Chemie und Biochemie ist Teil des Fachbereichs Biologie, Chemie und Pharmazie und beschäftigt 18 Professoren sowie sechs Nachwuchsgruppenleiter. Weitere Informationen unter: www.fu-berlin.de.

Commissariat à l’Energie Atomique. Weitere Informationen unter: www.cea.fr.

EMBL Heidelberg. Weitere Informationen unter: www.embl.de.

Das Centro de Investigación Príncipe Felipe (CIPF) ist eine gemeinnützige Einrichtung mit biopharmazeutischer Ausrichtung und gilt derzeit als Exzellenzzentrum mit modernster Ausstattung und Technik. Seine Organisation gliedert sich in die drei großen Bereiche Biomedizin, Regenerationsmedizin und Arzneimittelforschung und basiert auf der Einbindung biologischer Forschung in leistungsstarke Technologieplattformen, die der Erforschung und Entwicklung neuer Therapeutika mittels Proteomik, Genomik, Metabolomik und Nanotechnologie dienen. Die Einrichtungen des CIPF decken von der Synthese bis hin zu Tierversuchen alle Bereiche ab. Die Arbeiten des 10. Forscherteams werden sich vorwiegend im Labor für polymere Therapeutika ansiedeln, dessen Forschungsschwerpunkt auf der Entwicklung von Nanokonjugaten mit therapeutischem Nutzen liegt. Weitere Informationen unter: www.cipf.es.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen (forward-looking statements) wie im U.S. Private Securities Litigation Reform Act aus dem Jahr 1995 definiert. Zukunftsgerichtete Aussagen sind keine historischen Tatsachen. Sie enthalten finanzielle Prognosen und Schätzungen und deren zugrunde gelegte Annahmen, Aussagen im Hinblick auf Pläne, Ziele, Absichten und Erwartungen mit Blick auf zukünftige Ereignisse, Geschäfte, Produkte und Dienstleistungen sowie Aussagen mit Blick auf zukünftige Leistungen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind grundsätzlich gekennzeichnet durch die Worte „erwartet“, „geht davon aus“, „glaubt“, „beabsichtigt“, „schätzt“ und ähnliche Ausdrücke. Obwohl die Geschäftsleitung von sanofi-aventis glaubt, dass die Erwartungen, die sich in solchen zukunftsgerichteten Aussagen widerspiegeln, vernünftig sind, sollten Investoren gewarnt sein, dass zukunftsgerichtete Informationen und Aussagen einer Vielzahl von Risiken und Unsicherheiten unterworfen sind, von denen viele schwierig vorauszusagen sind und grundsätzlich außerhalb des Einflussbereiches von sanofi-aventis liegen und dazu führen können, dass die tatsächlich erzielten Ergebnisse und Entwicklungen erheblich von denen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Information und Aussagen ausdrücklich oder indirekt enthalten sind oder in diesen prognostiziert werden. Zu diesen Risiken und Unsicherheiten zählen unter anderem die inhärenten Unsicherheiten der Forschung und Entwicklung, der zukünftigen klinischen Daten und Analysen einschließlich Postmarketing, Entscheidungen durch Zulassungsbehörden wie die FDA oder die EMEA, ob und wann ein Medikament, ein Medizingeräte oder eine biologische Anwendung die Zulassung erhält, die für ein solches Entwicklungsprodukt beantragt wird, ebenso wie deren Entscheidungen hinsichtlich der Kennzeichnung und anderer Aspekte, die die Verfügbarkeit oder das kommerzielle Potenzial solcher Produkte beeinträchtigen könnte, der Umstand, dass der kommerzielle Erfolg eines zugelassenen Produkts nicht garantiert werden kann, die zukünftige Zulassung und der kommerzielle Erfolg therapeutischer Alternativen genau wie die in den an die SEC und AMF übermittelten Veröffentlichungen von sanofi-aventis angegebenen oder erörterten Risiken und Unsicherheiten, einschließlich der in den Abschnitten „Zukunftsorientierte Aussagen“ und „Risikofaktoren“ in Formular 20-F des Konzernabschlusses von sanofi-aventis für das zum Geschäftsjahr mit Ende zum 31. Dezember 2009 angegebenen Risiken und Unsicherheiten. Soweit nicht gesetzlich vorgeschrieben, übernimmt sanofi-aventis keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Informationen und Aussagen zu aktualisieren oder zu ergänzen.


Ihr Kontakt:

Dr. Tilmann Kießling
Kommunikation Deutschland / Media Relations
Tel.: +49 (69) – 305 301 65
E-Mail: presse@sanofi-aventis.com


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