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Studien
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25. Oktober 2002
Aktuelle Studien zur Effizienz von Herzgruppen
  • Stahle et al. (1999):
    Prospektive kontrollierte Studie an Herz-Kreislaufkranken über 65 Jahren (ältester Patient : 84 Jahre). Die Patienten nahmen drei Monate lang drei mal wöchentlich an Herzgruppentrainings teil, danach durften sie freiwillig weitere drei Monate lang einmal wöchentlich zu den Sportübungen gehen. Neun Monate nach Abschluss der festen Trainingseinheiten lag die Leistungsfähigkeit der Probanden nur unwesentlich höher als die der Kontrollgruppe, der für den Zeitraum der Untersuchung nur zum Gruppensport geraten wurde. Die Untersuchung zeigt, dass Herzgruppensport auch für Hochbetagte in Frage kommen kann, aber nur langfristiges Training die kardiovaskulären Funktionen nachhaltig beeinflusst.  
  • G. Buchwalsky (1998):
    Eine Nachuntersuchung von ca. 80 Patienten im Vergleich mit einer Kontrollgruppe ergab, dass sich die Cholesterinwerte der Herzgruppenpatienten 7,9 Jahre nach der Anschlussheilbehandlung um 12,5 Prozent, die der Kontrollgruppe um 27 Prozent erhöht hatten. Außerdem wurde eine Minderung der Herzfrequenz bei 50 Watt von -15,8 Prozent in der teilnehmenden Gruppe gegenüber 7,5 Prozent in der Kontrollgruppe festgestellt. Die maximale Leistungsfähigkeit betrug zum Zeitpunkt der Nachuntersuchung bei den Teilnehmern an Herzgruppen 50 Watt, die der Kontrollpersonen 0 Watt. Rezidive und klinische Ereignisse waren bei Herzgruppen-Teilnehmern fast halb so hoch wie bei Nicht-Teilnehmern (29 Prozent gegenüber 50 Prozent).  
  • S. Ahlf (1996):
    Eine Gruppe von 94 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 67 Jahren wies ein erheblich vermindertes Stressempfinden nach der Teilnahme an einer Herzgruppe auf.  
  • Berliner KHK-Studie (1994):
    5374 Patienten wurden nach Herzinfarkt und/oder PTCA bzw. Bypass-Operation und anschließender Anschlussheilbehandlung in einer Reha-Klinik noch weitere 2 Jahre lang beobachtet. Die Ergebnisse belegen, dass die Teilnahme an einer Herzgruppe die Lebensdauer erheblich verlängern kann: Die Wahrscheinlichkeit, innerhalb von 3 Jahren nach dem Klinikaufenthalt zu sterben, ist bei Herzgruppen-Teilnehmern (insbesondere im mittleren und höheren Lebensalter und bei Frauen) durchschnittlich um 19 Prozent geringer als bei Patienten, die nicht in Herzgruppen aktiv sind. 


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