Mit den Zielen, die Früherkennung und Behandlung von Brustkrebs zu verbessern, setzt sich die Augsburger Selbsthilfeorganisation mamazone auf sehr wissenschaftlichem Niveau auseinander. Zusammen mit 10 anderen Gruppen hat sie, als "Koalition Brustkrebs", entsprechend Eingaben im Bundestag gemacht. Damit waren sie nicht unmaßgeblich an dem aktuellen Antrag des Bundestages für eine Verbesserung der Qualitätssicherung in der Früherkennung, Diagnostik und Therapie beteiligt.
Der gemeinnützige Verein wurde im November 1999 in Augsburg gegründet, als Zusammenschluss von Patientinnen und gesunden Frauen, Wissenschaftlern und Ärzten. In seinem Namen vereinen sich "anima" und "animus", die weiblichen und männlichen Prinzipien, der Fachausdruck "mamma" und die Entschlossenheit der Kriegerinnen der griechischen Mythologie, der Amazonen. Vier Eigenschaften, die die Philosophie des Vereins umschreiben. mamazone will Mut machen, gemeinsam gegen den Todfeind Nr. 1 der Frau zu kämpfen.
Zur langen Liste ihrer Aktivitäten gehören:
- Schulungen von Patienten: gezielte Informationssuche durch Onlinerecherche im Onlinetreff.
- Die Ausbildung zur "Diplompatientin": Wissensvermittlung durch ein interdisziplinäres Expertenteam zu Fragen über Diagnose, Therapie, Nachsorge und Patientenkompetenz.
- Laienverständliche Kongressnachlesen über Entwicklungen in der Forschung.
- Der erste deutsche Patientinnenpreis "Busenfreund" zur Förderung der Forschung.
- Die Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Kliniken und Ärzten.
- Unterstützung der Teilnahme von Betroffenen an Therapiestudien.
- Mehr Mitwirkung von "Diplompatientinnen" auf Fachkongressen und im Gesundheitswesen.
- Die Bewusstseinsförderung für eine hochwertige Aufbewahrung von Tumorgewebe in Hinblick auf künftige Erkenntnisse aus der Genomforschung.
- Der Aufbau eines Brustkrebsarchivs für Patientinnen.
- Expertenseminare in patientenverständlicher Sprache.
- Die Förderung modellhafter Projekte, die eine enge Zusammenarbeit von Betroffenen, Ärzten und Forschung anstreben.
- Internet-Cafes für Betroffene mit Pilotprojekt in Augsburg.
- Die "Überlebensmappe Brustkrebs" (erscheint im März 2002 im Trias Verlag). Sie soll Frauen im Schock der Diagnose helfen.
- Die bundesweite Vernetzung der Arbeit verschiedener Organisationen und Selbsthilfegruppen mit ähnlichen Zielen.
mamazone setzt vor allem auf Aufklärung und Dialog und schlägt damit die Brücke zwischen Betroffenen und der Forschung.