Im Vergleich zu den etablierteren Alternativen, Laufen und Radfahren, ist die durchschnittliche Belastung des Herzkreislauf-Systems beim Fitness-Skaten, mit der bevorzugten Geschwindigkeit von 10-20 km/h, etwas niedriger. Der aerobe Trainingseffekt, als wichtige Größe im Präventivsport, wird dadurch entsprechend geringer eingeschätzt.
So lag die mittlere Laktatkonzentration als Parameter für die Belastungsintensität bei 276 untersuchten Inline-Skatern, die mit durchschnittlichen Geschwindigkeiten von 15,8 km/h (Männer) bzw. 14,8 km/h (Frauen) über Strecken von 10 bis 15 km trainiert hatten, bei 2,44 mmol/l. Der mittlere Laktatwert einer vergleichbaren Gruppe von Freizeitläufern belief sich dagegen auf 3,6 mmol/l (Schulz und Heck, Ruhr-Universität Bochum, 1998). Die geringere Belastungsintensität ergibt sich unter anderem aus dem einfachen Zusammenhang, dass die meisten Freizeit-Skater nicht so schnell skaten, wie sie von der Leistungsfähigkeit ihres Stoffwechsels her in der Lage wären. Das mag an unzureichenden technischen Fähigkeiten liegen, an der Beschaffenheit des Geländes bzw. der Trainingsstrecke oder auf eine natürliche Vorsicht zurückzuführen sein.
Mit Blick auf die gesundheitlichen Effekte ist genau das eine sinnvolle "Bremse", denn Personen mit geringer Ausdauerleistungsfähigkeit können die Trainingsbelastung besser dosieren. Und die Laktatwerte liegen beim Inline-Ausdauertraining trotzdem in dem Stoffwechselbereich, der zur Erzielung gesundheitlich positiver Anpassungserscheinungen notwendig ist. Damit setzt der regelmäßige Rollenspaß ausreichende und adäquate Trainingsreize für ein präventiv gestaltetes Herz-Kreislauf-Training. Und die dazu benötigten Belastungsintensitäten sind problemlos zu realisieren. Da das sanfte Gleiten auf den Rollen auch den passiven Bewegungsapparat deutlich geringer belastet als etwa das Laufen, ist die Sportart auch attraktiv für Personen mit Adipositas oder mit degenerativen Gelenkerkrankungen.
Und das Fahren auf der schmalen Rollenreihe erfüllt eine weitere wichtige Anforderungen im Sinne des Präventivsports: Es schult Koordination, Kraft und Beweglichkeit. Nicht zuletzt hilft es durch den "Spaß-Faktor" vor allem die sportliche Betätigung regelmäßig und über Jahre in den Alltag zu integrieren.
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