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Hilfe zur Selbsthilfe
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06. Dezember 2002
Hilfe zur Selbsthilfe – bei Tinnitus unentbehrlich

Bundesweit stehen Patienten mit Tinnitus, Hörsturz oder Morbus Menière Selbsthilfegruppen und ehrenamtlich aktive Mitbetroffene zur Verfügung. Hier sind die Betroffenen unter Gleichen, können sich Mut machen und ohne Angst über ihre Probleme sprechen. Sie werden angenommen und erfahren wertvolle Tipps aus erster Hand. Hier werden, mit Hilfe des fachlichen Beirats, Fragen zu medizinischen Themen geklärt, Entspannungsübungen durchgeführt und gemeinsame Ausflüge geplant. In Hinblick auf die psychosomatische Verstrickung der Tinnitus-Problematik eine wertvolle Therapieergänzung. Die Ablenkung von der subtilen Hörwahrnehmung und das Wiedererlangen der Lebensfreude sind Grundlagen der Krankheitsbewältigung. Die Gruppenleiter erhalten interne Schulungen. Eine Mitgliedschaft ist für den ersten Kontakt nicht nötig.

Wer sich für Adressen und Ansprechpartner regionaler Gruppen interessiert, kann bei der Tinnitus-Liga in Wuppertal anrufen (Telefon 0202-24652-0) oder auf der Homepage nach Postleitzahlen geordnet suchen. Darüber hinaus existieren Gruppen, die nur Mitgliedern bekannt gegeben werden. Was genau in den Gruppen abläuft, ist regional sehr verschieden. Jede Gruppen hat eine Eigendynamik: Gestaltung und Aktivitäten richten sich nach den jeweiligen Vorstellungen der Mitglieder.

Informierte Patienten

Die psychische Belastung beim Tinnitus und die komplexen medizinischen Zusammenhänge überfordern die Betroffenen. Unterschiedliche Therapieempfehlungen, Probleme am Arbeitsplatz und mit der Familie drängen in die Frustration. Der Beratungs- und Gesprächsservice der Liga bieten Tinnitus- und Morbus-Menière-Betroffenen umfassende Hilfe zur Selbsthilfe. Im Detail sind das:

  • Eine individuelle Beratung von Experten zu persönlichen, therapeutischen und sozialrechtlichen Fragen. 

  • Hilfestellungen bei der Therapiewahl. Adressen von Ärzten, Therapeuten und Kliniken. 

  • Konkrete Tipps für den Alltag. 

  • Regelmäßige Informationen zu allen wichtigen Fragen, zu neuen Therapien und Informationsveranstaltungen durch die vierteljährlich erscheinende Mitgliederzeitung „Tinnitus-Forum“. 

  • Erfahrungsaustausch unter Betroffenen durch die Gruppen. 

Therapieplanung und Compliance werden besser. Der Patient kann mitreden, ist engagierter und er kann den ärztlichen Anweisungen besser folgen. Und wer seine Fragen mit 21.000 anderen Betroffenen teilt, hat mehr Lebensqualität und schont den Geldbeutel. Auf dem weiten Markt der Tinnitus-Therapien ist längst nicht alles Gold was glänzt.



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