In Schweden herrscht schon seit längerem ein Mangel an Ärzten. Grund dafür sind die wenigen Studienplätze für Medizin, aber auch steigende Leistungsangebote im Gesundheitswesen.
Um in Schweden als Arzt arbeiten zu dürfen, muss man sich beim staatlichen Gesundheitsamt registrieren lassen. Voraussetzung sind ein abgeschlossenes Medizinstudium in einem Land des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) sowie die entsprechende Staatsangehörigkeit.
Wer als Facharzt tätig werden möchte, benötigt zudem eine Anerkennung in einem EWR-Land. Allerdings wird der deutsche Arzt für Allgemeinmedizin in Schweden nicht automatisch als Facharzt für "Family Medicine" anerkannt. Zunächst erfolgt eine Anstellung als Assistenzarzt und die Klinik entscheidet, wann die Voraussetzungen für eine Tätigkeit als Facharzt erfüllt sind.
In Schweden arbeiten auch Allgemeinärzte meist als angestellte Ärzte in einem so genannten Vardcentral, einem öffentlichen Behandlungszentrum, zusammen mit mehreren Kollegen sowie Pflege- und Laborpersonal und Sozialarbeitern. Die finanzielle und organisatorische Verantwortung des schwedischen Gesundheitssystems liegt bei den Proviniziallandtagen, die 90 Prozent aller Ärzte beschäftigen. Auch die Eröffnung einer Privatpraxis im Rahmen der von der Sozialversicherung abgedeckten Gesundheitsvorsorge muss von den Landtagen genehmigt werden.
Zurzeit bestehen in ganz Schweden gute Chancen für ausländische Ärzte, einen Arbeitsplatz zu finden, besonders in Zentral- und Nordschweden. Neben Allgemeinmedizinern werden besonders Internisten, Radiologen, Psychiater, Pädiater, Ophthalmologen sowie Pathologen gesucht.
Ärzte, die gerne in Schweden tätig sein möchten, müssen sich ihre Stelle nicht in Eigeninitiative suchen. Die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) der Bundesanstalt für Arbeit vermittelt im Rahmen eines speziellen Abkommens derzeit Ärzte nach Schweden.
Informationen und Bewerbungsunterlagen sind erhältlich bei:
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