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 | Diagnostische Möglichkeiten | |
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Ein Überblick über die wichtigsten diagnostischen Möglichkeiten bei der Lungenembolie:
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| Anamnese und Klinik |
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Die Diagnose einer Lungenembolie ist schwierig, weil die Symptome selbst nicht sehr aussagekräftig sind. Aus Anamnese und Befund lässt sich aber die Wahrscheinlichkeit für eine Lungenembolie ableiten. Für eine Lungenembolie sprechen vor allem plötzliche Atemnot, pleuritischer Brustschmerz und Kollaps.
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| Lungenszintigraphie |
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Die Lungenszintigraphie spielt eine zentrale Rolle bei der Diagnose der Lungenembolie. Eine normale Perfusionsszintigraphie schließt eine Lungenembolie mit bis zu 98prozentiger Wahrscheinlichkeit aus. Ihre hohe Sensivität ist allerdings mit einer geringen Spezifität gekoppelt. Deshalb muss sie mit anderen Methoden kombiniert werden – etwa mit der Ventilationsszintigraphie; vor allem wenn eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung vorliegt. Ihr Stellenwert in der Diagnostik der Lungenembolie ist hoch, weil sie nicht-invasiv ist und die Strahlenbelastung niedrig (Ventilationsszintigraphie etwa 0,25 mSV, Perfusionszintigraphie etwa 2,3 mSV).
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| Pulmonalisangiographie |
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Die Pulmonalisangiographie gilt als Referenzmethode in der Diagnose der Lungenembolie und sollte immer dann verwendet werden, wenn nicht-invasive Methoden nicht anwendbar sind oder für eine Diagnose nicht ausreichen. Als direkte Anzeichen für eine Embolie gelten umflossene Thromben und Gefäßabbrüche.
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| Spiral-Computertomographie |
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Mit der Spiral-Computertomographie lassen sich Thromben in den Pulmonararterien nachweisen. Die Sensivität der Methode liegt zwischen 53 und 100 Prozent, die Spezifität bei 78 bis 96 Prozent. Bei Thromben in den kleineren (subsegmentalen) Arterien ist die Aussagekraft allerdings begrenzt. Die Strahlenbelastung der Patienten ist mit rund acht mSV erheblich.
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| Echokardiographie |
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Als nicht-invasive Untersuchungsmethode ist die Ultraschalldiagnostik des Herzens – selbst auf Intensivstationen – direkt am Patientenbett durchführbar. Die Methode liefert aber nur indirekte Hinweise für das Vorliegen einer Lungenembolie. Denn eine akute Rechtsherzbelastung deutet nicht sicher auf eine Lungenembolie. Die Sensivität der Echokardiographie bei hämodynamisch wirksamer Lungenembolie liegt bei bis zu 80 Prozent. Ohne Nachweis eines Thrombus im transösophagealen Echokardiogramm lässt diese Methode aber keine klare Diagnose zu.
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| D-Dimer |
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Für eine Ausschlussdiagnose hat sich die D-Dimer-Bestimmung mit einem ELISA-Test als sicher und effektiv erwiesen.
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| Röntgen-Thorax |
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Die Röntgenthoraxaufnahme kann eine Lungenembolie weder ausschließen noch beweisen, hilft aber bei der Abklärung von Differenzialdiagnosen wie Lungenödem oder Pneumothorax.
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| Blutgasanalyse |
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Typisch ist ein erniedrigter pO2-Wert in Kombination mit einer Hypokapnie. Bei Patienten mit Atemnot erlaubt dieser Befund allerdings keine Aussagen darüber, ob eine Lungenembolie vorliegt.
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| EKG |
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Die typischen EKG-Zeichen einer Rechtsherzbelastung (beispielsweise T-Negativierung oder inkompletter Rechtsschenkelblock) lassen sich nur bei etwa 50 Prozent der Patienten mit einer Lungenembolie nachweisen. Das EKG ist vor allem für die Differenzialdiagnostik des Herzinfarkts wichtig.
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| Kernspintomographie/Magnetresonanz-Angiographie |
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Bisher liegen noch nicht genügend klinische Studien zur Evaluierung dieser Methode vor. Sensivität und Spezifität variieren mit der Erfahrung des Untersuchers und der Lokalisation und Größe der Thromben.
Mehr Informationen und Diagnose-Algorithmen enthalten die den Leitlinien zur Diagnostik der Venenthrombose und Lungenembolie (Stand: 2002) der Deutschen Gesellschaft für Angiologie und Gesellschaft für Gefäßmedizin unter www.dgangiol.de und die Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (Stand: 2000) unter www.escardio.org.
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| Updated: 18. Februar 2004 |
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