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Therapie der Lungenembolie
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Eine kurze Übersicht über die Behandlung der Lungenembolie:

Allgemeine Maßnahmen
  • Ruhigstellung
  • Schmerzbehandlung
  • O2-Applikation
  • Eventuell Katecholamine
  • Nitro-Spray
  • Kreislaufwirksame Mittel – bei Schocksymptomatik
  • Intubation und Beatmung – wenn nötig   

Antikoagulation
Gabe von unfraktionierten Heparinen (UFH) oder niedermolekularen Heparinen (NMH). Eine Antikoagulation ist bereits bei einer mittleren bis hohen Wahrscheinlichkeit für eine Lungenembolie indiziert, selbst wenn eine eindeutige Diagnose noch fehlt.

Die meisten Patienten mit einem stabilen Kreislauf haben unter der therapeutischen Antikoagulation eine so gute Prognose, dass sie im weiteren Verlauf keine zusätzliche Behandlung oder Überwachung benötigen. Patienten mit submassiver Lungenembolie, Zeichen der Rechtsherzbelastung im Echokardiogramm und/oder Troponin-Erhöhung zeigen eine schlechtere Prognose. Es gibt Hinweise dafür, dass diese Patienten von einer thrombolytischen Behandlung profitieren könnten, auch wenn sie zum Zeitpunkt der Diagnose keine klinische Kreislaufinstabilität aufweisen.

Thrombolyse
Zur Thrombolyse sind Streptokinase, Urokinase und rt-PA (rekombinanter Gewebe-Plasminogenaktivator) zugelassen. Als eine Indikation gilt die Notwendigkeit zur Reanimation, ein positiver Schockindex bei Patienten, bei denen sich die Hämodynamik sonst nicht dauerhaft stabilisieren lässt. Kontraindikationen sind in diesem Zusammenhang nur dann zu beachten, wenn sie das Leben des Patienten akut bedrohen. Bei unklarer Indikation sollten Kontraindikationen sorgfältig berücksichtigt werden. Bei einer akuten Lungenembolie ohne rechtsventrikuläre Kinetikstörung ist eine Thrombolyse nicht indiziert.

Eine lokale Katheterthrombolyse und/oder eine mechanische Thrombusfragmentation erfordert eine längere Vorbereitungszeit als die sofortige systemische Thrombolyse nach der Diagnosestellung. Sie eignet sich deshalb eher für hämodynamisch stabile Patienten oder für Fälle bei denen Blutungskomplikationen unter systemischem Einsatz vorhersehbar sind. Die Thromboektomie gilt als ultima ratio, ist bei entsprechender Logistik aber der Thrombolyse ebenbürtig.

Mehr Informationen unter www.escardio.org und www.dgangiol.de.


Updated: 18. Februar 2004

Autorin
Diagnostische Möglichkeiten
Könnten mehr Patienten von der Thrombolyse profitieren?
Literatur
Lungenembolie
Studien zu Enoxaparin im Kontext der Lungenembolie-Therapie
Therapie der Lungenembolie


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