Durch Ausdauertraining kann alternsbedingten Verlusten der kardio-pulmonal-metabolischen Leistungsfähigkeit entgegengewirkt werden. Der Sportmediziner W. Hollmann konnte das z. B. eindrucksvoll zeigen bei der Untersuchung von 55- bis 70-jährigen Männern, die jahrzehntelang keinen Sport getrieben hatten. Es fand sich eine signifikante Verbesserung in allen gemessenen Körperfunktionen.
Zur praktischen Durchführung eines wirksamen Ausdauertrainings älterer Personen – ohne nennenswerte Einschränkungen in der Funktion des Halte- und Bewegungsapparates und ohne pathologische Befunde im kardiopulmonalen System – kann nach Hollmann eine Reihe von Ausdauersportarten empfohlen werden:
- Wandern
- Schnelleres Gehen
- Betont langsamer Dauerlauf
- Bergwandern
- Radfahren
- Schwimmen
Für den entsprechend Geübten kommen auch langsamer Skilanglauf oder Skiwandern, Tennisspiel, Rudern und ähnliche Trainungsformen in Frage.
Optimale Ergebnisse sind durch die Kombination eines sinnvollen Ausdauer-Trainings mit einem geeigneten Kraft-Training zu erzielen. Beide Trainingsformen sind für den alternden Menschen wichtig, nicht zuletzt deshalb, weil sie das Selbstwertgefühl stärken und daher im psychischen Bereich auch antidepressive Effekte bewirken.