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Deutsche Apotheker Zeitung im Interview mit Dr. Heinz Riederer
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Berlin
25. Februar 2010
„Mehrwertverträge mit Krankenkassen schließen“ - Auf welchem Weg kann auch die Pharmaindustrie, die innovative Arzneimittel auf den Markt bringt, dazu beitragen, dass Arzneimittelkosten bezahlbar bleiben? Heinz Riederer,
Geschäftsführer Medizin & Gesundheitspolitik der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, sieht im Abschluss von „Mehrwertverträgen“ mit Krankenkassen einen gangbaren Weg. Was er darunter versteht, erläutert er im DAZ-Interview. Mit Heinz Riederer sprach DAZ-Korrespondent Lothar Klein, Berlin.

Auszug aus dem Interview der DAZ Ausgabe vom 25.2.2010:

DAZ: Kostentreiber Nummer eins bei den Arzneimittelausgaben der Krankenkassen sind neue, patentgeschützte Arzneimittel. Die Ausgaben im Jahr 2009 sind um fünf bis sechs Prozent gestiegen. Warum?

Riederer:  Diese Entwicklung ist nicht überraschend. Die Budgets waren mit Steigerungsraten zwischen fünf und sechs Prozent darauf eingestellt. Darin liegt wesentlich weniger Dramatik, als die aktuelle politische Diskussion über die Arzneimittelpreise vermuten lässt. Aber: die pharmazeutische Industrie muss sich der Diskussion stellen, dass auch neue, innovative Arzneimittel einen Beitrag leisten müssen zur soliden Finanzierung des deutschen Gesundheitssystems. Trotzdem müssen bestmögliche Therapien für Patienten erlaubt sein.
Denn eines ist doch klar: Die Arzneimittelausgaben werden angesichts der demografischen Entwicklung weiter steigen.

DAZ: Wie erklären Sie die überproportionalen Ausgabensteigerungen für patentgeschützte Arzneimittel?

Riederer:
Zum einen werden mehr patentgeschützte Arzneimittel, und zum anderen werden teurere Arzneimittel verbraucht.
Der Einsatz innovativer Arzneimittel beruht auf ihrem höheren therapeutischen Nutzen. Auch der demografische Faktor spielt eine Rolle: Je älter die Menschen  werden, umso kränker werden sie. Und das ist mit entsprechend höheren Kosten verbunden. Daher werden auch in Zukunft die Ausgaben für Arzneimittel nicht sinken können. Für die pharmazeutische Industrie ist angesichts dieser unaufhaltsamen Entwicklung sehr wichtig, sich in die aktuelle politische Diskussion konstruktiv einzubringen. Dazu sind wir bereit. Unsere Vorschläge zu Preisverhandlungen mit den Krankenkassen skizzieren einen guten und richtigen Weg dafür.

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Das komplette Interview als PDF zum Download:
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