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Mit dem Schneeschuh unterwegs
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10. Januar 2006

Mit Schneeschuhen zu laufen ist einfach und dennoch gewöhnungsbedürftig. Der Fuß ist nur vorn fixiert, mit frei beweglicher Ferse, was ein relativ entspanntes Gehen erlaubt. An den etwas breiteren Gang gewöhnt man sich schnell. Die Schritte sollten gleichmäßig und langsam im so genannte „Kreuzgang" sein, das heißt, linker Arm und rechtes Bein parallel nach vorn, dann rechter Arm und linkes Bein. Mit dem richtigen Stockeinsatz kommt man in den Rhythmus, der vor allem kraftsparend ist, aber auch mehr physische und psychischer Trittsicherheit verspricht. Nur mit Stockeinsatz werden aber auch 85 Prozent aller Muskeln beim Schneeschuhwandern trainiert, was wichtig ist, um den gesundheitlichen Nutzen voll auszuschöpfen.

Am Berg arbeitet man sich je nach Neigung direkt, in sanften Bögen oder steileren Serpentinen nach oben und unten(!). Den Schuh dazu beim Bergaufgehen mit der Vorderseite fest in den Schnee drücken und dann den gesamten Schneeschuh durch Belastung fest aufdrücken. Das Traversieren von Hängen verlangt etwas Beweglichkeit im Fußgelenk, da es seitlich abgewinkelt werden muss, um den Schneeschuh mit voller Fläche aufzusetzen. Bei hartem Untergrund kommen die Harschkrallen zum Einsatz. Am schwierigsten ist Bergabgehen in steilem Gelände. Das Gewicht dabei leicht nach hinten legen und mit leicht gebeugten Knien möglichst den ganzen Schneeschuh belasten. Das verspricht guten Halt. Bohrt sich der Schuh bei Bruchharsch vorn unter die Schneedecke, kann man leicht stürzen.

Der richtige Schuh
Zwei Typen lassen sich in der breiten Angebotspalette unterscheiden: solche mit Alurahmen und einer Bespannung mit Neopren und verschiedenen Kunststoffen und solche mit starrer Grundplatte aus Plastik. Welcher der Bessere ist, ist Geschmackssache und muss ausprobiert werden. Beide sind für einfache Wanderungen oder leichte alpine Touren als Allrounder geeignet. Folgendes sollten Sie beim Kauf beachten:

Der Schuh sollte sich nach hinten verjüngen, aus bruchfestem Material sein und die Grundflächen dürfen nicht vereisen oder Schneeklumpen davontragen. Die Schneeschuhgröße muss an das Körpergewicht angepasst sein, damit man nicht einsinkt, aber auch noch bequem damit laufen kann. Auch im Eigengewicht gibt es bei den Schuhen große Unterschiede. Die Bindung muss bruchsicher sein, verstellbar und für den Schuhtyp geeignet, den Sie bevorzugt tragen möchten. Auch bei den Zacken und Harschkrallen, die das rutschfeste Laufen auf vereistem Schnee erlauben, gibt es Qualitätsunterschiede. Hier sollte man nicht unbedingt sparen. Schneeschuhe gibt es im Handel etwa ab 120 Euro.


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Autorin
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