Belastungskontrolle per Herzfrequenzmessung
Viele Läufer verwenden ein Herzfrequenzmessgerät, um die Belastungsintensität zu prüfen, gezielt in bestimmten Belastungsbereichen (Trainingszonen) zu laufen und um einen gewissen Sicherheitsabstand zum Maximalpuls einzuhalten.
Zur Ermittlung des Maximalpulses existieren mehrere Methoden mit unterschiedlicher Genauigkeit. Einen Anhaltspunkt gibt die klassische Formel "220 minus Alter". Bei vielen Personen weicht der Maximalpuls davon jedoch um bis zu 30 Pulsschläge pro Minute ab.
Belastungs-EKG
Genauer ist die Ermittlung des Maximalpulses in der ärztlichen Praxis im Rahmen des Belastungs-EKGs. Dies ist besonders für Patienten zu empfehlen, die ohnehin auf vorliegende Risiken wie Herzfehler oder Infekte untersucht werden sollten. In Kombination mit dem Laborbefund erhalten die Patienten eine umfassende Information über ihren gesundheitlichen Status und "Freie Bahn" für läuferische Ambitionen.
Sportliche und zweifelsfrei gesunde Läufer können den Maximalpuls auch selbst ermitteln, indem sie sich zunächst ausgiebig warmlaufen, dann über etwa 5 Minuten einen schnellen Dauerlauf vorlegen und diesen noch einmal zu einem Endspurt steigern. Der dabei gemessene Wert kommt dem Maximalpuls sehr nahe.
Die Trainingszonen
Ausgehend von diesem Maximalwert werden die Trainingszonen definiert. Einen Überblick gibt die Tabelle. Mit Hilfe eines Herzfrequenzmessgeräts können Sportler gezielt in diesen Bereichen laufen.
| Art des Laufs | Charakteristik | Prozent vom Maximalpuls |
| Jogging | Gut geeignet für Gesundheitssportler, Ein- und Auslaufen für Sportler, Regenerationstraining, Energieverbrauch aus dem Fettstoffwechsel | 60 – 70 |
| Dauerlauf | Typisches Training zur Herausbildung der Grundlagenausdauer, Energieverbrauch aus dem Fettstoffwechsel | 70 – 80 |
| Leistungszone | Training der Schnelligkeit, neben dem Fettstoffwechsel werden zunehmend Kohlehydrate herangezogen | 80 – 85 |