Eine verbesserte fachliche Kompetenz hinsichtlich der Erkennung und Prävention von Suizidgefahren bei Patienten gehört hinsichtlich der alarmierenden Suizidzahlen quasi zur ärztlichen Pflicht, sie hat für den Arzt persönlich aber auch eine wichtige psychohygienische Funktion. Das Thema Suizid ist stark emotional besetzt. Viele fühlen sich unsicher und unwohl, mit Patienten über deren selbst destruktive Impulse zu reden. Im ersten Ansprechen sind sie allein auf sich gestellt und das eingezwängt in die Routine des Praxisalltags. Entscheidungen müssen unter Zeitdruck gefällt werden, was die Belastung, eine mögliche Fehlbeurteilung zu machen, noch steigert.
Nicht selten kommt eine eigene ambivalente Betroffenheit dazu. So haben Ärzte im Vergleich zu anderen Berufsgruppen eine hohe Morbidität für selbst destruktives Verhalten (Alkohol - oder Medikamentenmissbrauch) sowie eine hohe Suizidrate. Persönliche Betroffenheit aber äußert sich negativ im Gesprächsverhalten, sofern man damit nicht umgehen kann. Hinzu kommt erschwerend das ärztliche Rollenverständnis: „Darf ich den Patienten, der mit einem somatischen Anliegen kommt, mit psychosozialen Fragen belästigen?"
Materialien und Seminare sowie Flyer zum Auslegen für Patienten im Wartezimmer gibt es überregional zum Beispiel über
FMH
Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte
Elfenstraße 18
3000 Bern
Telefon Ch-031 359 11 11
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Daneben veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) jedes Jahr eine öffentlich zugängliche Frühjahrs- und Herbsttagung, deren aktuelle Termine und Inhalte über das Internet unter http://www.suizidprophylaxe.de zu erfahren sind. Die Frühjahrstagungen sind eher wissenschaftlich gehalten, die Herbsttagungen bieten auch viele Schwerpunkte von allgemeinerem Interesse.
Innerhalb der DGS beginnt sich auch eine Akademie für Fortbildungsfragen zu entwickeln. Inwieweit hier schon ein Angebot steht und ob es schon Termine gibt kann per Mail unter der Adresse tzs@uke.uni-hamburg.de erfragt werden.