Zur Beatmung wird eine kleinere Maske (z. B. eine Rendall-Baker-Maske) verwendet sowie Kinder-Beatmungsbeutel, die ans Alter angepasst sind. Der Kopf wird nur leicht überstreckt und in eine Stellung gebracht, als ob das Kind schnuppern würde.
- Die Beatmungsfrequenz ist deutlich höher als beim Erwachsenen (Säuglinge: 50/min, Kleinkinder: 30/min, Schulkinder: 18-25/min).
- Der Beatmungsdruck sowie das Beatmungsvolumen sind deutlich geringer als beim Erwachsenen (Säuglinge: ca. 20 ml/Atemhub, Kinder ca. 200 ml/Atemhub). Die Gefahr, den Magen aufzublähen, ist bei Kindern besonders groß (ggf. nur einen Teil des Beutels verwenden – Beurteilung an Hand der Ausdehnung des Brustkorbs).
Für die Herzmassage müssen kleine Kinder nicht unbedingt auf eine harte Unterlage gelegt werden, sondern können vom Helfer auf einem Arm gehalten werden (Handwurzel unter den Nacken). Mit der anderen Hand (bei Säuglingen mit 2-3 Fingern) komprimiert der Helfer etwa einen Fingerbreit unterhalb der Mamillenebene. Sind zwei Helfer anwesend, wird der Brustkorb mit zwei Händen umgriffen und mit beiden Daumen massiert. Bei älteren Kindern ist das nicht möglich bzw. sinnvoll.
Die Herzmassage wird bei Kindern häufig nicht fest genug und/oder nicht rasch genug vorgenommen – als Faustregeln sollte man sich merken:
- Die Kompressionstiefe beträgt ein Drittel der Thoraxhöhe.
- Der ausreichende Perfusionsdruck wird erst bei einer Kompressionsfrequenz von 100-120/Minute erreicht – unter Abzug der Beatmungszeiten (auf einen Atemstoß kommen 5 Kompressionen).