1. BestellCenter
  2. Kontakt
  3. Sitemap
 
Spontanabort und intrauteriner Fruchttod
Drucken
Als Folge von Komplikationen in der Schwangerschaft können Spontanabort oder intrauteriner Fruchttod auftreten. Beim Spontanabort kommt es zur Beendigung der Schwangerschaft vor dem Erreichen der Lebensfähigkeit des Feten. Rund 20 Prozent aller Schwangerschaften enden mit einem Spontanabort. Wobei das Risiko im Laufe der Schwangerschaft abnimmt.

Die Ursachen sind vielfältig und können im Einzelfall meist nicht benannt werden. Grundsätzlich wird zwischen fetalen und maternalen Ursachen unterschieden. Selten spielen Traumen eine Rolle. Ursachen mütterlicherseits können Fehlbildungen des Uterus, der Plazenta oder eine Schwäche des Gebärmutterhalses sein. Fetale Ursachen sind meistens Chromosomenaberationen oder Infektionen.

Blutungen während der Schwangerschaft stellen immer ein Warnzeichen für einen Spontanabort dar. Häufig tritt ein Abort direkt nach der Einnistung der befruchteten Eizelle auf. Da er mit der erwarteten Regel zusammenfällt, bleibt er von den meisten Frauen unbemerkt. Zu Problemen kommt es, wenn der Abort in einem späteren Stadium einsetzt oder Teile der Plazenta in der Gebärmutter verbleiben. Von habituellen Aborten als behandlungsbedürftige Erkrankung spricht man definitionsgemäß nach drei erlittenen Fehlgeburten in ununterbrochener Reihenfolge. Allerdings steigt die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Aborts auch schon nach ein oder zwei Fehlgeburten deutlich an.

Als intrauteriner Fruchttod wird das Absterben des Feten in der zweiten Schwangerschaftshälfte bezeichnet. Er betrifft etwa ein Prozent aller Schwangerschaften. Die Wehen setzen meist zwei bis drei Tage nach dem Tod des Kindes ein. Die Ursachen sind vielfältig. Sie umfassen beispielsweise eine vorzeitige Plazentalösung, Diabetes mellitus, eine Präklampsie, Übertragung, Nabelschnurkomplikationen, Fehlbildungen, Drogenmißbrauch und Infektionen. Typische Symptome sind: Fehlende Kindsbewegungen, vaginale Blutungen, Fruchtwasserabgang, Abnahme des Bauchumfangs und der subjektiven Schwangerschaftszeichen.


Updated: 06. April 2005

Autorin
Literatur
Notfälle in der Schwangerschaft
Reanimation von Schwangeren
Sofortmaßnahmen
Spontanabort und intrauteriner Fruchttod
Zwei Patienten im Visier


  1. Copyright © 2005-2010 sanofi-aventis. Alle Rechte vorbehalten. | Impressum
  2. | Datenschutz
  3. | Nutzungsbedingungen
  4. | AGB
  5. |
  1. heatmap