Immer häufiger bekommen es Notärzte mit Patienten zu tun, die im Müll zu ersticken scheinen. Die fehlende Ordnung in der Wohnung steht im Kontrast zu den Gedanken vieler dieser Menschen, die manchmal zwanghaft um das Thema Ordnung kreisen. Außerhalb ihrer Wohnung fallen die Messies (engl. mess = Durcheinander, Unordnung, Schweinerei) kaum auf, höchstens durch die Schwierigkeiten, Termine einzuhalten. Papiere, Zeitungen und andere Gegenstände werden in der Wohnung gehortet; Dinge, die man nicht braucht, zwanghaft gekauft.
Was geht das den Notarzt an? Einen Hinweis liefert die Äußerung eines „Messies“ im Internet:
„Manchmal ist es schon mühsam, aus dem allem zu entfliehen. Man ist so ausgebrannt, müde, erschöpft und es fehlt einem der Antrieb. Man gibt so vielen Dingen die Schuld, aber letztendlich liegt‘s alleine an einem selbst. Man muss sich eben selbst in den Hintern treten.“