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Stadien der Anaphylaxie
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Die verschiedenen Stadien der Anaphylaxie
Der Schweregrad der Symptome hängt von verschiedenen Faktoren ab – beispielsweise von der Menge und dem Verhältnis der freigesetzten Botenstoffe zueinander. Aber auch der Eintrittsort des Allergens und das Ausmaß der Sensibilisierung scheinen eine wichtige Rolle zu spielen. Vom Zeitpunkt des Allergenkontaktes bis zum Auftreten der Beschwerden können Minuten bis mehrere Stunden vergehen; die meisten Reaktionen zeigen sich aber innerhalb der ersten Stunde. Die Freisetzung der verschiedenen Botenstoffe wie Histamin, Prostaglandine oder Leukotriene sorgt letztlich dafür, dass sich die Gefäße weiten und durchlässiger werden und die Atemwege verengen. Anfangs können Symptome wie brennende und juckende Haut, Darmkrämpfe, Durchfall, Erbrechen, Kopfschmerzen im Vordergrund stehen. Atemwegsbeschwerden sind häufig und können bedrohlich werden. Sie äußern sich als Verengung der Bronchienäste oder als Ödeme im Halsbereich. Solche Ödeme sind die häufigste Todesursache bei anphylaktoiden Reaktionen. Sie kündigen sich durch Heiserkeit und Kloßgefühl im Hals an.

Der Verlauf einer Anaphylaxie ist immer unberechenbar. Die Beschwerden können spontan verschwinden oder sich selbst unter adäquater Therapie verschlimmern. In schweren Fällen kann es, auch ohne Hauterscheinungen oder Atembeschwerden, direkt zum Kreislaufstillstand kommen.
Der Verlauf einer Anaphylaxie ist immer unberechenbar. Die Beschwerden können spontan verschwinden oder sich selbst unter adäquater Therapie verschlimmern. In schweren Fällen kann es, auch ohne Hauterscheinungen oder Atembeschwerden, direkt zum Kreislaufstillstand kommen.

Die Mitarbeiter einer interdisziplinären Konsensuskonferenz haben die Reaktionen des anaphylaktischen Schocks im Jahre 1994 – unter Berücksichtigung der Organbeteiligung – in vier Stadien unterteilt:

Stadium 0: Lokal begrenzte kutane Reaktionen
ohne klinische Bedeutung;

Stadium I: Leichte Allgemeinreaktion
Im Vordergrund der Symptomatik stehen Allgemeinreaktionen wie z.B. Unruhe, Kopfschmerzen, Haut- und Schleimhautreaktionen. Erste Alarmzeichen einer beginnenden Reaktion können periorales oder/und perianales bzw. palmoplantares Jucken und Brennen sein;

Stadium II: Ausgeprägte Allgemeinreaktion
Ausgeprägte pulmonale oder/und kardiovaskuläre Reaktionen unter Umständen auch Stuhl- und Harndrang;

Stadium III: Bedrohliche Allgemeinreaktion: Anaphylaktischer Schock
Lebensbedrohliche Reaktionen wie Schock, schwere Dyspnoe und/oder Bewusstseinstrübung;

Stadium IV: Vitales Organversagen
Manifestes Versagen der Vitalfunktionen; Atem- und/oder Kreislaufstillstand.


Updated: 12. Dezember 2003

Anaphylaktischer Schock
Autorin
Literatur
Mechanismen: IgE-abhängige und -unabhängige Reaktionen
Stadien der Anaphylaxie
Tabelle: Differentialindikation zur medikamentösen Akuttherapie


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