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 | Erste Erfahrungen mit dem DMP | |
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Ende 2004 veröffentlichte die Gemeinsame Einrichtung Disease-Management-Programme Nordrhein erstmals einen Erfahrungsbericht, den „Qualitätssicherungsbericht 2004“. Ausgewertet wurden dabei nur die Daten der Programme Typ-2-Diabetes und Brustkrebs, da nur hier die Zahl der Dokumentationen ausreichte. (Das Programm Koronare Herzkrankheit begann im Bereich Nordrhein im August 2004.)
Wichtige Ergebnisse sind: Diabetes- Bei den Diabetes-Patienten zeigte sich in dem kurzen Beobachtungszeitraum nur eine geringfügig verbesserte Stoffwechselsituation. Am ehesten profitierte die Gruppe der Patienten mit einem anfänglich hohen HbA1c-Wert; dieser verringerte sich im Schnitt von 8,5 Prozent auf 7,9 Prozent. Das sind überwiegend Patienten, wo die Diagnose Diabetes neu gestellt wurde.
- Jeder 13. Diabetiker mit Bluthochdruck konnte auf einen Blutdruck im Normbereich eingestellt werden.
- Drei Viertel der eingeschriebenen Diabetiker haben an Schulungen teilgenommen.
- Die Kooperation zwischen den Ärzten und Einrichtungen ist verbesserungsbedürftig; beispielsweise erfolgen eher selten Überweisungen der Diabetiker an Augenärzte oder Fußambulanzen.
- Ob die DMP langfristig dazu beitragen, die Zahl von Folgeerkrankungen zu verringern, kann noch nicht beurteilt werden.
Brustkrebs- Bei 36 Prozent der Brustkrebs-Patientinnen musste die Brust operativ entfernt werden. Die Zahl der Brust erhaltenden Therapien ist damit bereits höher als angestrebt.
- Auch andere Qualitätsziele wurden erreicht, so der Anteil der Strahlentherapien bei Brust erhaltenden Operationen oder die Entfernung von Lymphknoten.
- Insgesamt lässt die Datenqualität noch zu wünschen übrig. So wurde im DMP Diabetes jede vierte Folgedokumentation zu spät übermittelt und daher nicht gewertet. Die Patienten wurden daher zunächst von der weiteren Teilnahme am DMP ausgeschlossen. Die Gemeinsame Einrichtung befürchtet, dass die Akzeptanz der Programme leidet, wenn davon Patienten betroffen sind, die an sich motiviert wären.
- Die teilnehmenden Ärzte erhielten eine Rückmeldung über die Behandlungsqualität ihrer Praxis. Sie stuften diese insgesamt als informativ ein, jedoch nur als mittelmäßig brauchbar für die Diskussion in einem Qualitätszirkel.
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