1. BestellCenter
  2. Kontakt
  3. Sitemap
 
Telemedizin in der Notfalldiagnostik
Drucken
10. Juli 2006
Seit einiger Zeit gibt es verschiedene Bemühungen, die Notfalldiagnostik durch Telemedizin zu unterstützen. Vor allem sind zu nennen:

EKG-Übertragung durch den Notarzt an einen Kardiologen
Obwohl jeder Notarzt in der Lage sein muss, ein EKG zu interpretieren, gibt es doch Grenzbefunde, bei denen es sinnvoll sein kann, einen Kardiologen konsiliarisch hinzuzuziehen. Diese können beispielsweise dann gegeben sein, wenn sich die Frage nach einer präklinischen Lyse stellt.

In mehreren Projekten in Deutschland werden derzeit Geräte und Konzepte zur EKG-Übertragung getestet. Die Münchner Berufsfeuerwehr rüstet beispielsweise ihre Notarztfahrzeuge mit dem Gerät "Lifepak 12" von Medtronic aus. Die Notärzte können damit ein EKG an eine der kardiologischen Intensivstationen in München übertragen. Bewährt hat sich dies vor allem, um dort die Therapie des Patienten vorzubereiten und beispielsweise das Katheter-Interventionsteam zu alarmieren.



Im Karlsruher Projekt KATER (Karlsruher Telemetrieversuch im Rettungsdienst) übernimmt die Rettungsleitstelle Karlsruhe die Weiterleitung des EKGs an einen Kardiologen in einem der sechs beteiligten Krankenhäuser. Das Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe koordiniert das Projekt und übernimmt auch die wissenschaftliche Auswertung. So soll beispielsweise untersucht werden, ob durch die Anwendung der Telemedizin tatsächlich früher therapeutisch eingegriffen wird. Denn der Nutzen der EKG-Übertragung für den Patienten lässt sich noch nicht abschließend beurteilen.

Schlaganfallstationen und Unfallchirurgien
Auch diese Bereiche nutzen zunehmend die Telemedizin. Sie wollen damit dem Problem begegnen, dass Notfallpatienten an ein neurochirurgisches Behandlungszentrum eingewiesen werden, obwohl kein entsprechender Bedarf besteht und eigentlich die Unfallchirurgie zuständig wäre. Um hier eine rasche Abklärung zu ermöglichen, werden beispielsweise die Notfallkrankenhäuser in Baden-Württemberg verpflichtet, eine teleradiologische Verbindung mit der zuständigen Neurochirurgie zu unterhalten. Dabei werden CT- und MRT-Daten übertragen. Eine systematische Vernetzung wird im Gesundheitsnetz Rhein-Neckar-Dreieck aufgebaut.

Nach oben

Notfalldiagnostik - Schnell und richtig handeln
Interview
Was gehört in den Notfallkoffer
Organisation des Rettungsdienstes
Telemedizin in der Notfalldiagnostik
Notfalldiagnostik im Krankenhaus
Literatur
Über den Autor


  1. Copyright © 2005-2010 sanofi-aventis. Alle Rechte vorbehalten. | Impressum
  2. | Datenschutz
  3. | Nutzungsbedingungen
  4. | AGB
  5. |
  1. heatmap